{"id":8,"date":"2008-02-14T15:39:33","date_gmt":"2008-02-14T13:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schreibblogga.de\/?p=8"},"modified":"2016-09-05T15:23:43","modified_gmt":"2016-09-05T13:23:43","slug":"bluna-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schreibblogga.de\/?p=8","title":{"rendered":"Bluna V"},"content":{"rendered":"<p>Wir schwenken den Blick zur&#252;ck in Zeit und Raum und betrachten uns die schlafende kleine Bluna&#8230;.<\/p>\n<p>Wie sie so da liegt, scheint sie so ganz unschuldig und fr&#246;hlich zu sein, nicht ahnend, was schon bald auf sie zu kommen wird. F&#252;r diesen kurzen Augenblick ist sie einfach nur ein kleines M&#228;dchen, dass staunend und mit gebl&#228;uten Augen in die Welt blickt. In der Tat quellen ihre Augen ein wenig hervor und ihre Finger sind ein wenig zu sehr verspannt, doch das mag eine Nebenwirkung des Bilsenkrauts sein, mit dem die Grossmutter ihr Bier zu brauen pflegt. Vom Reinheitsgebot h&#228;lt die alte Dame n&#228;mlich nicht so viel. Sie bevorzugte schon immer das Originalrezept, dass schon ihr Grossvater &#252;berliefert hatte, der es von dessen usw&#8230;<\/p>\n<p>Wie die kleine Bluna also so da liegt, wurzeln lauter Blumen unter der T&#252;re des Schuppens hervor und sie sp&#252;rt ein leises rumpeln in der Erde, als ob sich der schlafende Riese im Erdreich von einer Seite zur anderen w&#228;lzt und dabei seine T&#246;pfe und Pfannen umst&#246;sst.<br \/>\nTats&#228;chlich hat der Riese gerade Magenverstimmungen, die allerdings nicht so schlimm sind, dass sie die Erde viele Kilometer &#252;ber seiner Behausung zum grollen bringt. Die kleine Bluna wird ihn auch, ebenso wie seine Riesenschnecke Ahoi, erst viel sp&#228;ter treffen.<br \/>\nDie Blumen aber schl&#252;pfen schnell und geschwind durch alle Ritzen des bauf&#228;lligen Schuppens, den der Grossvater per Zufall mehr Recht als Schlecht zusammengezimmert hatte. Sie verbreiten einen Duft nach Zimt und Zitrone und bringen einen Hauch von Frieden und Gl&#252;ck. Doch bevor Bluna erwacht, vergehen die Bl&#252;ten ebenso schnell wie sie erschienen sind und die Welt scheint wieder einen Tick dunkler geworden zu sein.<br \/>\nDie kleine Bluna erwacht und reibt sich m&#252;hsam den Schlafsand aus den Augen. Dann wankt sie aus der H&#252;tte und direkt in die K&#252;che des Hauses. Dort sitzt die Grossmutter und schaut sie streng an. Da die kleine Bluna sich keiner Schuld bewusst ist, l&#228;chelt sie gar fein und freundlich und beginnt ihre morgendliches Ritual: Das ausleeren des Kautabakspuckeimers der alten Mutter. Und da bemerkt sie auch, dass die weisshaarige Frau, die best&#228;ndig behauptet, ihre Grossmutter zu sein, gar nicht grimmig guckt, sondern einfach nur schl&#228;ft.<br \/>\nDie kleine Bluna beschliesst, heute einmal in die Schule zu gehen. Das mag ein Spass werden. Vielleicht erz&#228;hlt sie ja von ihren Abenteuern auf dem Dachboden mit Afri, oder von der Reise mit ihrer Oma an das Grab des Grossvaters und wie sie dort ihm zu Ehren einen sch&#246;nen Beutel Grass haben liegen lassen. Von der Irritation der Polizei und der lustigen Jagd durch die Hinterh&#246;fe ihrer Heimatstadt. Aber vielleicht m&#252;sste sie auch auch wieder irgendwelchen Unsinn lernen, den schon soviele andere vor ihr nicht verstanden hatten&#8230;<br \/>\nStattdessen beschloss sie, ein wenig angeln zu gehen und vielleicht einen Zwergen mit Gold oder eine Flussnymphe mit g&#252;ldenem Haar oder einen Frosch mit goldenem Ball oder so zu finden. Erz&#228;hlt hatte ihr n&#228;mlich ihre Grossmutter so manch wundersames, um sie den tr&#252;ben Alltag vergessen zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schwenken den Blick zur&#252;ck in Zeit und Raum und betrachten uns die schlafende kleine Bluna&#8230;. Wie sie so da liegt, scheint sie so ganz unschuldig und fr&#246;hlich zu sein, nicht ahnend, was schon bald auf sie zu kommen wird. 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