{"id":48,"date":"2010-06-28T16:27:12","date_gmt":"2010-06-28T14:27:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schreibblogga.de\/?p=48"},"modified":"2013-01-18T15:45:15","modified_gmt":"2013-01-18T13:45:15","slug":"jobu-vi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schreibblogga.de\/?p=48","title":{"rendered":"Jobu VI"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Und Hepziba bat Jomm zum Essen und sagte zu ihm: &#8220;Nimm von dem Brot und tauche es dort in den Essig&#8221;. Und Jomm nahm den Kr&#252;mel auf, tauchte ihn in den Essig, a&#223; und sprach: &#8220;Lecker.&#8221; Dann stand er auf und ging davon&#8221; [Aus: &#8220;Das Leben mit Jobu&#8221;, Kapitel 1, Vers 10]<\/p>\n<p>Der Meister sprach:<br \/>\nWas will uns Jobu mit dieser kurzen Geschichte sagen? Viel, nehmt ihr an, meine Schafe, und doch wi&#223;t ihr nicht so recht, was genau. Hepziba freut sich sehr &#252;ber Ihren Besuch und bietet ihm das Beste in Haus und Hof an. Essig und Brot. Feine Dinge. Vielleicht hat sie sogar sexuelles Interesse an Jomm und will Ihn damit locken? Das interessiert uns erst zu sp&#228;terer Stunde. Doch mag Sie Ihn wirklich? Warum bietet sie nur eine k&#228;rgliche Vorspeise an? Jobu liebt ausladende Tische, vollbeladen mit K&#246;stlichkeiten. Geht Jomm deswegen wieder so schnell davon? Ist Hepziba vielleicht nur eine geizige Schlampe? Und bleibt deswegen allein? Armer Jomm. Brot und Essig. Furchtbar muss der Zorn Jobus in Jomm gekocht haben ob der Dreistigkeit der alten Hepziba. Grauenhaft geknurrt hat Jobu in Ihm und sein Zorn muss schrecklich gewesen sein. Denn sehet, was vorher geschah:<br \/>\n&#8220;Und Jomm entstieg seinem Nachtlager, wusch sich und k&#228;mmte sich das volle, braune, lockige Haar, bis es wie feine Wellen von seinen muskul&#246;sen Schultern glitt und sich um die Muskeln seine gewaltigen Bizeps ringelten. Diese Anstrengung hatte ihn hungrig gemacht und deshalb begab er sich zur Andacht in die K&#252;che.&#8221; [[Aus: &#8220;Das Leben mit Jobu&#8221;, Kapitel 1, Vers 9].&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Armer, h&#252;bscher Jomm. Wird von dieser dummen Ziege Hepziba so mi&#223;lich behandelt. Armer, armer, sch&#246;ner, leckerer Jomm&#8221;, sagte der Meister und seine Augen gl&#252;hten.<br \/>\n&#8220;Und sehet, was der erz&#252;rnte Jomm als n&#228;chstes tat:&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Da ging Jomm davon und setzte sich zu seinem guten Freund Kiseleas. Sie umarmten sich, wie es Freunde tun und streichelten sich gegenseitig Brust und Bauch. Auch kraulten sie sich liebevoll die Haare und k&#252;ssten sich auf dem Mund. Und Kiseleas speiste seinen Freund auf das vortrefflichste und beide schmausten vergn&#252;gt so manche Stunde.&#8221; [Aus: &#8220;Das Leben mit Jobu&#8221;, Kapitel 1, Vers 11]&#8221;<\/p>\n<p>Und der Meister sprach weiter:<br \/>\n&#8220;So, meine lieben Zicklein, so soll es zwischen Br&#252;dern sein, auch wenn sie Glaubensbr&#252;der sind. Denn Jobu ist gro&#223;z&#252;gig. Und Hepziba wurde ausgesto&#223;en und lange Zeit gab es keine Schwestern mehr, die mit Jobu waren, sondern nur Br&#252;der, die voll von IHM waren. Doch die Zeiten &#228;ndern sich und heute begr&#252;&#223;en wir auch wieder Schwestern in unseren Reihen; wohl auch, damit es wieder leckere Kuchen und T&#246;rtchen gibt, denn vom ewigen Grillfleisch h&#228;ngt mir schon die Zunge zum Halse heraus und mir wird spei&#252;bel.&#8221;<\/p>\n<p>So sprach der Meister, steckte sich einen Finger in der Hals und erbrach sich ger&#228;uschvoll auf den Teppich.<br \/>\nDann schritt er zum sp&#228;ten Morgenmahl, das vor dem fr&#252;hen Mittagessen und gleich nach dem Zweiten Fr&#252;hst&#252;cksnachschlag serviert wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Und Hepziba bat Jomm zum Essen und sagte zu ihm: &#8220;Nimm von dem Brot und tauche es dort in den Essig&#8221;. 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